Abgeschlossene Projekte


Projekt Safe Nest 2016 - 2019

Wohnraum für alleinstehende schwangere geflüchtete Frauen*

 

Im Rahmen des "Safe Nest" Projektes stellten wir geschützten Wohnraum für geflüchtete schwangere und/oder alleinstehende Frauen* und ihre Kinder zur Verfügung, vor allem rund um die Zeit der Geburt herum.

Wir konnten in den letzten 3 Jahren über 10 Frauen* mit ihren Babys und Kindern in unseren Übergangswohnungen unterbringen und ihnen somit Rund um die Phase der Geburt einen ruhigen und sicheren Ort gewährleisten.

Außerdem konnten wir durch unsere Beratung und sozialarbeiterische Begleitung den Aufenthalt der Frauen* und ihrer Kinder sichern und sie während der ersten Schritte hin zu langfristigen Perspektiven für ihr Leben hier in Berlin begleiten.

Nun läuft das Projekt jedoch aus und die letzten Frauen* ziehen in ihre eigenen Wohnungen.
Wir können daher leider keine weiteren Frauen* in unseren Übergangswohnungen
unterbringen und können Euch bei entsprechenden Anfragen nur an uns bekannte Unterkünfte oder Beratungsstellen in Berlin verweisen.


Unser großer Dank gilt an dieser Stelle noch allen ehrenamtlichen Unterstützer*innen und Pat*innen, ohne die das Projekt kaum zu bewerkstelligen gewesen wäre!

 

Eure Hilfsbereitschaft und euer Einsatz waren unentbehrlich!

 

Projektbeschreibung Safe Nest

 

Geschütztes Übergangswohnen in vier möblierten Zweizimmerwohnungen:

  • für insgesamt 8 schwangere alleinstehende geflüchtete Frauen* aus Berlin
  • für die Phase Rund um die Geburt von ca. 12 Monaten
  • medizinische, soziale und asylrechtliche Unterstützung

 

Der Aufbau des Gemeinschaftsprojektes der Stiftung Amali–Foundation und Flamingo e.V. startete im Dezember 2016 und ist nun abgeschlossen. Mit Möbelspenden und vielen Unterstützer*innen konnten wir vier Zwei-Zimmer Wohnungen in Büronähe bezugsfertig einrichten. Im ersten Jahr sind vier Babies zur Welt gekommen und der Aufenthalt der Bewohner*innen konnte gesichert werden. Die Frauen* bekommen neben Wohnraum auch eine umfangreiche Sozial- und Aufenthaltsberatung und Begleitungen zu Behörden und Ärzten.

 

Schwangerschaft und Geburt sind eine bedeutende, oft kräftezehrende Zeit im Leben einer Frau. Werdende Mütter stehen gesetzlich und auch gesellschaftlich unter einem besonderen Schutz. Schließlich gilt es, bestmögliche Voraussetzungen für den Start des neuen Lebens zu schaffen. Aber was, wenn diese Lebensphase während oder kurz nach einer Flucht eintritt?

 

Geflüchtete schwangere Frauen sind mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert. In der Regel haben sie bereits viele Risiken auf sich genommen, um einer untragbaren Lebensrealität zu entkommen. Nicht wenige von ihnen haben auf der gefährlichen Route körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren müssen. Sie sind erschöpft von den Strapazen, sowohl die körperliche als auch psychische Gesundheit ist belastet. Hinzu kommt, dass ihre Situation hier anfangs von vielen Unsicherheiten geprägt ist: Um bleiben zu können, müssen sie ein kompliziertes Asylverfahren durchlaufen. Eine lange Zeit ist bestimmt von Warten und der Angst ausgewiesen zu werden.

 

In den Erstaufnahmeeinrichtungen, in denen die Menschen nach ihrer Ankunft in Deutschland leben, gibt es keine Privatsphäre und kaum Schutz vor erneuten Übergriffen. Sich unter diesen Umständen auf eine Geburt vorzubereiten oder den bereits vorhandenen Kindern die nötige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, ist kaum zu bewältigen.

 

Unser Projekt „Safe Nest“ bietet den Frauen zeitlich begrenzt einen geschützten eigenen Wohnraum. Hier können sie Kraft tanken, sich auf die Geburt vorbereiten und die erste Zeit mit dem Neugeborenen verbringen. Ziel ist es, die Frauen zu stabilisieren, ihren Aufenthalt zu sichern und langfristige Perspektiven aufzubauen. Bei Bedarf erhalten sie umfassende Beratung und Begleitung.

 

 

Das Projekt wurde gefördert von der Amali Foundation


Projektbericht 2018

Solidarity network with women* in Rojava

Die Solidarische Delegation, der auch eines unser Vereinsmitglieder zugehörte, traf vor allem die kurdische Frauen*bewegung Rund um die Organisation von Kongreya Star.

 

Die Delegation wurde sehr freundlich aufgenommen und von Kongreya Star während des Aufenthalts in Nordsyrien vom 02.05.2018 bis 11.05.2018 begleitet.

 

Die Organisation gibt es seit ca. 2005, damals unter dem Namen „yekedia Star“ und ist jährlich stark gewachsen. Die Frauen* versuchen sich gemeinsam eine gesellschaftliche Stellung und Partizipation zu erkämpfen und somit das Bewusstsein auch der Männer in der Region zu Frauen*rechten zu verändern. Es gibt über 1000 Mitglieder unterschiedlichster ethnischer Gruppen. Die Delegation traf sich mit ezidischen, arabischen und kurdischen Frauen* von Kongreya Star.

 

Die Arbeit der Frauen* dort ist eine sehr vielseitige Vernetzung der Frauen* in unterschiedlichen Komitees. Diese sind u.a. unterteilt in Komitees aus Politik, Diplomatie, Ökonomie, Presse, Gesellschaft, Gerechtigkeit, Kunst und Kultur, Gesundheit, Verteidigung und komunale Angelegenheiten. In dem Komitee der Diplomatie und der Gesundheit wurde zusammen mit der Delegation veruscht, durch einen offenen Austausch erlebte Traumata und Gewalt zu überwinden und gemeisnam Kraft zu schöpfen für die politische Arbeit.

 

Der aktuelle Wunsch und das Ziel in den Gesprächen mit der Delegation sind vorallem eine europäische Öffentlichkeit zu schaffen für die Situation der Frauen* und Kinder nach dem Überfall, dem völkerrechtswidrigen Krieg und der Besatzung Afrins. Zum Anderen war ein Anliegen die reale basisdemokratische Organisation der Frauen* von Kongreya Star zu verstehen und zu "erleben"- das es tatsächlich eine große Verbesserung der Frauen* und Menschenrechte gibt im konförderalen System.

 

Die Frauen* kommen in verschiedenen Städten zusammen, wo sich ausgetauscht wird. Die Delegation war in Quamisli, Derik, Konbane, Sheba, und Amude, wo sie die Ortsverbände von Kongreya Star getroffen haben.

 

Flamingo e.V. möchte sich vorallem solidarisch mit der Organisation von Kongreya Star und ihrer Kampagne „#WomenRiseUpForAfrin“ zeigen.

 

„Die Kampagne ‚Women rise up for Afrin‘ wird andauern, bis die Besatzung durch die Türkei endet und die Menschen zurückkehren können", das gab jetzt die Sprecherin der Kongreya Star, Evin Siwêd, in einer Reportage gegenüber der Nachrichtenagentur ANHA bekannt. Die Kampagne war am 8. Februar dieses Jahres mit dem Ziel, den Widerstand in Efrîn zu unterstützen, von der kurdischen Frauenbewegung initiiert worden. Im Rahmen der Kampagne „Women rise up for Afrin" sind in Nordsyrien diverse Frauenversammlungen, -aktionen und -seminare durchgeführt worden.

Die Kampagne erregte Aufmerksamkeit weit über die Grenzen von Nordsyrien hinaus. So kamen Delegationen, denen Ärztinnen, Rechtsanwältinnen und Aktivistinnen angehörten, aus Frankreich, England, Deutschland und Argentinien im Rahmen der Kampagne nach Nordsyrien und besuchten dort unter anderem das Frauendorf Jinwar und die beiden Camps der aus Efrin geflüchteten Menschen in Şehba.“

 

NGO`s und staatliche Hilfsorganistaionen verweigern ihre Unterstützung, da die demokratische Selbstverwaltung nicht als Staat anerkannt wird, auch ohne Rücksicht auf die Tatsache, dass die Geflüchteten aus Afrin weiter von  Räumungen und Angriffen der Türkei gefährdet sind.

 

Neben der dringenden finanziellen Unterstützung beim Aufbau eines Krankenhauses für Frauen* und Kinder, bedarf es Generatoren für die Vernetzungs- und Organisationstreffen. Strom gibt es in der ganzen Region so gut wie gar nicht. Vor allem in den notbedürftigen Räumen, in denen schwerletzte Frauen* und Kinder untergebracht werden, ist funktionierender Strom unabdingbar.

 

Die Vernetzungstreffen vorort und die Aufklärung über die aktuelle Lage in Deutschland, hat das Ziel, das Netzwerk an Unterstützer*innen immer größer werden zu lassen. Der Austausch mit Frauen* vorort durch Delegationsreisen ist dabei genauso wichtig, wie einzelne solidarische Kundgebungen und Veranstaltungen in Deutschland.

 

 

Das Projekt wurde gefördert von filia. die frauenstiftung.


Projektbericht 2018

Empowerment in asylum process-organize family reunion

Aufruf an alleinstehende geflüchtete Frauen* mit zurückgelassenen Kindern in den Herkunftsländern.

 

In einer selbstorganisierten Gruppe könnt ihr euch gegenseitig unterstützen und zusammen für eure Rechte auf Familienzusammenführung kämpfen.

 

Erfahrene Juristinnen bieten euch kostenlose Schulungen und Beratungen an:

-Asyl- und Aufenthaltsrecht (Familienzusammenführung)

-Sozialrecht (was sind die Voraussetzungen für das legale Nachziehen der Kinder?)

-Empowerment

 

In einem Zeitraum von insgesamt drei Monaten (Start: 15.02.2018 Ende: 15.05.2018)

bei Flamingo e.V. in Neukölln (Stuttgarter Strasse 61 in 12059 Berlin)

 

Die Schulungen sind kostenlos, es gibt Sprachmittlerinnen, Kinderbetreuung, Verpflegung und BVG Tickets werden erstattet.

Das erworbene Wissen könnt ihr als Referentinnen an eine neue Gruppe nach euch weiter geben.

 

Werdet aktiv!

Das Recht auf Familienzusammenführung einfordern!

Kinder auf legalem Weg nachziehen lassen!

Sicheren Aufenthaltsstatus erkämpfen

 

Meldet euch für mehr Informationen:

mail(at)flamingo-berlin.org

030 47052095

Facebook: flamingos.in.berlin

 

 

Das Projekt wurde gefördert von der Stiftung Umverteilen! AG Frauen