Training & Qualifizierung

für geflüchtete Frauen*


Bundesfreiwilligendienst

Bei Flamingo e.V. haben wir zwei Bundesfreiwilligenstellen für geflüchtete Frauen* in Zusammenarbeit mit der Naturschutz-Stiftung. In der Zeit von 6 bis 18 Monaten des Freiwilligendienstes können sich die Frauen * in unseren Verein, unser Netzwerk und unsere bestehenden Projekte einbringen: 

  • Sozial- und Aufenthaltsberatung für alle geflüchteten Frauen* und ihre Kinder und unbegleitete Minderjährige, unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Aufenthaltsstatus. Dieses Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Rechtsberaterin Monika Hermann - Juristin und stellvertretendes Mitglied der "Härtefallkommission" im Berliner Flüchtlingsrat- realisiert.
  • Das Safe Nest Projekt bietet in Zusammenarbeit mit der Amali-Foundation acht Plätze für Schwangere oder Mütter mit Säuglingen an. Wir bieten einen sicheren Ort zum Leben und umfassende Beratung und Begleitung in der Phase rund um Schwangerschaft und Geburt.

Während des Freiwilligendienstes erhalten die geflüchteten Frauen* zusätzlich zu den regulären Leistungen 200 € pro Monat sowie die Finanzierung von Deutschkursen. Es ist das Ziel von Flamingo e.V., die Frauen aus dem Freiwilligendienst in dauerhafte Arbeitsplätze in unserem Verein zu bringen.

Ausbildung und Qualifizierung

Für die weitere Qualifikation von Frauen*  kooperieren wir mit glokal e.V. und ihrem Trainingsprogramm "Willkommen ohne Paternalismus". Zwei geflüchtete Frauen* von Flamingo e.V. haben im Oktober 2016 die Ausbildung begonnen und sie im Juni 2017 abgeschlossen. Beide sind bereits in der politischen Bildungsarbeit erfahren und können jetzt Sensibilisierungsworkshoops für weiße Unterstützer*innen sowie Empowerment-Workshops für Geflüchtete geben. Wir sind bereits in Kontakt mit weiteren Verbänden und Stiftungen, um den Frauen* weitere Ausbildungsmöglichkeiten in anderen Handlungsfeldern zu bieten. Es ist unter anderem unser Ziel, eine Peer-to-Peer-Beratung in unseren Räumen aufzubauen.

Empowerment - Selbstorganisation - Peer2Peer

Ein großes, sehr wichtiges und die geflüchteten Frauen* oft sehr belastendes Thema ist die Familienzusammenführung, da oft Kinder im Herkunftsland zurückgelassen werden mussten. Durch kurze Fortbildungen in Asyl- und Sozialrecht und Empowerment Workshops soll eine Gruppe von geflüchteten Frauen* in die Lage versetzt werden, die Zusammenhänge im Asylverfahren und der Familienzusammenführung zu verstehen und ihre Rechte durch Zugang zu Wissen wahrnehmen zu können. Dadurch soll ihr Gefühl der Ohnmacht, des Ausgeliefertseins und der Abhängigkeit von Unterstützer*innen und Anwält*innen zumindest verringert und ien Familienzusammenführtung im besten Fall ermöglicht werden. Die Frauen*, die die Fortbildungen absoviert haben, können danach andere Frauen* unterstützen und ihr Wissen weitergeben.

 

Dazu finden im Rahmen des Projektes "Empowerment in Asylum Process - Organize Familiy Reunion" (in Kooperation mit der Stiftung Umverteilen!) von März bis Mai 2018 alle zwei Wochen Workshops von Expert*innen statt.