Projekte & Weiterbildung

für geflüchtete Frauen*


Projektbericht

Solidarity network with women* in Rojava

Die Solidarische Delegation, der auch eines unser Vereinsmitglieder zugehörte, traf vor allem die kurdische Frauen*bewegung Rund um die Organisation von Kongreya Star.

 

Die Delegation wurde sehr freundlich aufgenommen und von Kongreya Star während des Aufenthalts in Nordsyrien vom 02.05.2018 bis 11.05.2018 begleitet.

 

Die Organisation gibt es seit ca. 2005, damals unter dem Namen „yekedia Star“ und ist jährlich stark gewachsen. Die Frauen* versuchen sich gemeinsam eine gesellschaftliche Stellung und Partizipation zu erkämpfen und somit das Bewusstsein auch der Männer in der Region zu Frauen*rechten zu verändern. Es gibt über 1000 Mitglieder unterschiedlichster ethnischer Gruppen. Die Delegation traf sich mit ezidischen, arabischen und kurdischen Frauen* von Kongreya Star.

 

Die Arbeit der Frauen* dort ist eine sehr vielseitige Vernetzung der Frauen* in unterschiedlichen Komitees. Diese sind u.a. unterteilt in Komitees aus Politik, Diplomatie, Ökonomie, Presse, Gesellschaft, Gerechtigkeit, Kunst und Kultur, Gesundheit, Verteidigung und komunale Angelegenheiten. In dem Komitee der Diplomatie und der Gesundheit wurde zusammen mit der Delegation veruscht, durch einen offenen Austausch erlebte Traumata und Gewalt zu überwinden und gemeisnam Kraft zu schöpfen für die politische Arbeit.

 

Der aktuelle Wunsch und das Ziel in den Gesprächen mit der Delegation sind vorallem eine europäische Öffentlichkeit zu schaffen für die Situation der Frauen* und Kinder nach dem Überfall, dem völkerrechtswidrigen Krieg und der Besatzung Afrins. Zum Anderen war ein Anliegen die reale basisdemokratische Organisation der Frauen* von Kongreya Star zu verstehen und zu "erleben"- das es tatsächlich eine große Verbesserung der Frauen* und Menschenrechte gibt im konförderalen System.

 

Die Frauen* kommen in verschiedenen Städten zusammen, wo sich ausgetauscht wird. Die Delegation war in Quamisli, Derik, Konbane, Sheba, und Amude, wo sie die Ortsverbände von Kongreya Star getroffen haben.

 

Flamingo e.V. möchte sich vorallem solidarisch mit der Organisation von Kongreya Star und ihrer Kampagne „#WomenRiseUpForAfrin“ zeigen.

 

„Die Kampagne ‚Women rise up for Afrin‘ wird andauern, bis die Besatzung durch die Türkei endet und die Menschen zurückkehren können", das gab jetzt die Sprecherin der Kongreya Star, Evin Siwêd, in einer Reportage gegenüber der Nachrichtenagentur ANHA bekannt. Die Kampagne war am 8. Februar dieses Jahres mit dem Ziel, den Widerstand in Efrîn zu unterstützen, von der kurdischen Frauenbewegung initiiert worden. Im Rahmen der Kampagne „Women rise up for Afrin" sind in Nordsyrien diverse Frauenversammlungen, -aktionen und -seminare durchgeführt worden.

Die Kampagne erregte Aufmerksamkeit weit über die Grenzen von Nordsyrien hinaus. So kamen Delegationen, denen Ärztinnen, Rechtsanwältinnen und Aktivistinnen angehörten, aus Frankreich, England, Deutschland und Argentinien im Rahmen der Kampagne nach Nordsyrien und besuchten dort unter anderem das Frauendorf Jinwar und die beiden Camps der aus Efrin geflüchteten Menschen in Şehba.“

 

NGO`s und staatliche Hilfsorganistaionen verweigern ihre Unterstützung, da die demokratische Selbstverwaltung nicht als Staat anerkannt wird, auch ohne Rücksicht auf die Tatsache, dass die Geflüchteten aus Afrin weiter von  Räumungen und Angriffen der Türkei gefährdet sind.

 

Neben der dringenden finanziellen Unterstützung beim Aufbau eines Krankenhauses für Frauen* und Kinder, bedarf es Generatoren für die Vernetzungs- und Organisationstreffen. Strom gibt es in der ganzen Region so gut wie gar nicht. Vor allem in den notbedürftigen Räumen, in denen schwerletzte Frauen* und Kinder untergebracht werden, ist funktionierender Strom unabdingbar.

 

Die Vernetzungstreffen vorort und die Aufklärung über die aktuelle Lage in Deutschland, hat das Ziel, das Netzwerk an Unterstützer*innen immer größer werden zu lassen. Der Austausch mit Frauen* vorort durch Delegationsreisen ist dabei genauso wichtig, wie einzelne solidarische Kundgebungen und Veranstaltungen in Deutschland.

 

 

Das Projekt wurde gefördert von


Abgeschlossenes Projekt

Empowerment in asylum process-organize family reunion

Aufruf an alleinstehende geflüchtete Frauen* mit zurückgelassenen Kindern in den Herkunftsländern.

 

In einer selbstorganisierten Gruppe könnt ihr euch gegenseitig unterstützen und zusammen für eure Rechte auf Familienzusammenführung kämpfen.

 

Erfahrene Juristinnen bieten euch kostenlose Schulungen und Beratungen an:

-Asyl- und Aufenthaltsrecht (Familienzusammenführung)

-Sozialrecht (was sind die Voraussetzungen für das legale Nachziehen der Kinder?)

-Empowerment

 

In einem Zeitraum von insgesamt drei Monaten (Start: 15.02.2018 Ende: 15.05.2018)

 

Bei Flamingo e.V. in Neukölln (Stuttgarter Strasse 61 in 12059 Berlin)

 

Die Schulungen sind kostenlos, es gibt Sprachmittlerinnen, Kinderbetreuung, Verpflegung und BVG Tickets werden erstattet.

 

Das erworbene Wissen könnt ihr als Referentinnen an eine neue Gruppe nach euch weiter geben.

 

Werdet aktiv!

Das Recht auf Familienzusammenführung einfordern!

Kinder auf legalem Weg nachziehen lassen!

Sicheren Aufenthaltsstatus erkämpfen

 

Meldet euch für mehr Informationen:

mail(at)flamingo-berlin.org

030 47052095

Facebook: flamingos.in.berlin

 

 

Das Projekt wurde gefördert von der Stiftung Umverteilen! AG Frauen


Bundesfreiwilligendienst (BufDi)

Bei Flamingo e.V. haben wir zwei Bundesfreiwilligenstellen für geflüchtete Frauen* in Zusammenarbeit mit der Naturschutz-Stiftung. In der Zeit von 6 bis 18 Monaten des Freiwilligendienstes können sich die Frauen * in unseren Verein, unser Netzwerk und unsere bestehenden Projekte einbringen: 

  • Sozial- und Aufenthaltsberatung für alle geflüchteten Frauen* und ihre Kinder und unbegleitete Minderjährige, unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Aufenthaltsstatus. Dieses Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Rechtsberaterin Monika Hermann - Juristin und stellvertretendes Mitglied der "Härtefallkommission" im Berliner Flüchtlingsrat- realisiert.
  • Das Safe Nest Projekt bietet in Zusammenarbeit mit der Amali-Foundation acht Plätze für Schwangere oder Mütter mit Säuglingen an. Wir bieten einen sicheren Ort zum Leben und umfassende Beratung und Begleitung in der Phase rund um Schwangerschaft und Geburt.

Während des Freiwilligendienstes erhalten die geflüchteten Frauen* zusätzlich zu den regulären Leistungen 200 € pro Monat sowie die Finanzierung von Deutschkursen.


Ausbildung und Qualifizierung

Für die weitere Qualifikation von Frauen*  kooperieren wir mit glokal e.V. und ihrem Trainingsprogramm "Willkommen ohne Paternalismus". Zwei geflüchtete Frauen* von Flamingo e.V. haben im Oktober 2016 die Ausbildung begonnen und sie im Juni 2017 abgeschlossen. Beide sind bereits in der politischen Bildungsarbeit erfahren und können jetzt Sensibilisierungsworkshops für weiße Unterstützer*innen sowie Empowerment-Workshops für Geflüchtete geben. Wir sind bereits in Kontakt mit weiteren Verbänden und Stiftungen, um den Frauen* weitere Ausbildungsmöglichkeiten in anderen Handlungsfeldern zu bieten.